Im Fokus

 

Die Unmöglichkeit sich zu fokussieren, wenn das Angebot plötzlich so unbegreiflich vielfältig wird, ist ein absoluter Luxus. Voraussetzung, um diesen Luxus genießen zu können ist, dass das Umfeld nicht nur mit griesgrämigen Verständnis, sondern mit Ermutigung, Begeisterung und Faszination regiert und die Dinge auf den Weg bringt, die man sich selbst gar nicht zutraut. Das Gedankenspiel beschäftigt mich nunmehr fast seit meinem letzten Blogeintrag, seit gestern ist zumindest die Anmeldung für zwei der größten Trailrunning-Events, die auf deutschem Boden gestartet werden, fix. Der Zugspitz Ultratrail ist das eine Highlight, die 4 Trails der zweite Höhepunkt, die nun seit gestern in meinem Kopf kreisen. Doch damit nicht genug! Denn im Hinterkopf schlummert dann noch eine Teilnahme am Tor de Geants. All diese Veranstaltungen zählen zu den Sahnehäubchen für Langdistanzläufer und eigentlich irrte ich bis vor wenigen Tagen noch ziemlich ziellos umher. Zumindest in läuferischer Hinsicht. Dann kam das TdG Angebot, das zwar noch nicht unter Dach und Fach, aber auf dem Weg ist. Zur Vorbereitung stehen dann die beiden anderen Läufe an, die ich mehr ehrlich gesagt, nicht selbst zugetraut hätte. Gut, dass ich jemanden habe, der mich voran treibt, um Ziele zu erreichen, von denen ich träume. Seit zwei Wochen stehe ich also im Training. Der Plan nimmt Form an und ich fokussiere mich auf ein breites Angebot in dem Sinne, dass ich mich auf das konzentriere, was im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht: Das Laufen! Denn was sonst befreit meinen Geist. Gut, dass ich jemanden habe, der mich antreibt und immer wieder Stoff gibt, Ziele zu fokussieren.

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Bericht von Harald's Welt.
 

Ausbrechen…

 

Sonnenaufgang

Es war mal wieder soweit. Laufen an der Algarve war angesagt. Ein Wiedersehen mit Freude… Vor zwei Jahren wurde hier mehr oder weniger der Blog ins Leben gerufen. Zu dem Zeitpunkt konnte noch keiner wissen was daraus werden wird. Jetzt nach zwei Jahren muss ich sagen, es ist viel passiert und es macht auch Spaß zu lesen was vor zwei Jahren passiert ist. Es ist eine Art Tagebuch…

Schön war es erst einmal in die Sonne zu fliegen um ein wenig aus dem Alltag und der Kälte auszubrechen. Ich muss sagen, es ist immer wieder erfrischend bei solch einem Laufcamp teilzunehmen. Die Teilnehmer kennenzulernen und zu hören was für Geschichten sie zu erzählen haben. Laufen verbindet. Laufen gibt einem die Zeit und die Möglichkeit zu reden, wenn man das möchte. Laufen öffnet Sichtweisen und beflügelt Diskussionen. Sei es über das Wetter, über das Laufen oder auch über Doping oder Politik. Das Hirn stehts gut durchblutet und voller kreativer Ansichten. Wenn man es zuläßt, erfährt man so viele neue Ansichten die einen selbst weiterbringen. Man muss diese nur zulassen.

Neben dem Zwischenmenschlichen stand natürlich das Laufen selbst auch im Vordergrund. Jetzt muss man erstmal schauen was so auf dem Programm steht. Vielleicht werde ich mal schauen was die Form sagt und den ein oder anderen entspannten Volkslauf mitlaufen. Ganz kleines Starterfeld… ich werde mal auf die Suche gehen und dann natürlich berichten. Auf der Suche nach dem aussergewöhnlichen… Dabei fällt mir ein. Letzte Woche haben wir einen Vortrag von einem Schweden hören dürfen, der von der Algarve bis nach Schweden gelaufen ist. 3820km und das Ganze in 70 Tagen. Beeindruckend! Dieser Mensch hat was zu erzählen. Back to the roots! Das Fortbewegungsmittel Nr. 1 – Die eigenen Beine! Harald…. da bekommt man Lust auf ein Abenteuer! Wird Zeit mal wieder eins zu machen, oder? ;-)

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Von Innen nach Aussen….

 

Was machen wenn es draußen so kalt ist? Ja, ok! Man kann sich einfach dicker anziehen und draußen laufen. Aber wenn man die Wahl hat, geht man auch gerne mal rein und zwar zum Indoor Trail in Dortmund. Ich muss sagen, ich bin begeistert von der Veranstaltung bzw. von den Menschen die da mitgemacht haben. Es war einfach herrlich zuzusehen wie sich die Teilnehmer über die Hindernisse gequält haben, teilweise im Schlamm weggerutscht sind oder mit den aufgestellten Baumstämmen zu kämpfen hatten. Das schönste Bild hat sich bei den ganz Kleinen ergeben. Teilweise so klein, dass man sie über das ein oder andere Hindernis gehoben hat! Einfach schön! Für die Kinder natürlich ein Paradis… laufen und sich dreckig machen dürfen! Was will man mehr?! :-)

Ich selbst habe nur beim Sprint mitgemacht. Wollte erst einmal reinschnuppern und war auch von der Woche davor einfach platt. Ich muss allerdings sagen, dass es mir sehr schwer gefallen ist nicht alle Läufe mitzulaufen! Aber bringt ja alles nix. Der Körper brauch auch mal ein bisschen Ruhe. So konnte ich allerdings die Atmosphäre besser in mich aufnehmen! Es war einfach genial!

Samstag Abend lief dann auch noch die Weltpremiere von Heaven and Hell, eine Dokumentation des Transalpin Run! Gänsehaut! Ich hab mich in der Zeit zurückversetzt gefühlt! Ich wäre am liebsten direkt wieder losgelaufen! Die Emotionen, das Leiden, die Glücksgefühle… das Ganze in so kurzer Zeit! Der Titel beschreibt es ganz gut… Heaven and Hell…. Mal sehen… dieses Jahr wäre ja die Ost-Route dran, die ich ja mit Harald bereits zwei mal gelaufen bin. Daher wäre die West-Route schon interessanter. Hmm… Reizen würde es mich auf jeden Fall! :-)

Nachdem dem Wochenende in der Halle, gehts morgen wieder raus in die Natur. Da bekomm ich ja vielleicht auch den schönen “Sternenhimmel” geboten wie in den Westefalen Hallen! ;-)
Eins ist aber mal sicher…. es wird sau kalt! Naja, ander gehen auch laufen und beschweren sich nicht! Also, dick anziehen und raus mit euch!

"Sternenhimmel"

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Was zählt . . .

 

Was zählt, um sich selbst zu entdecken, um sich selbst zu erfinden oder um sich selbst in die Tiefe der Seele schauen zu können, ist Bewegung. Ich bin davon überzeugt, dass Menschen, die ihr Dasein im Sessel reg- und bewegungslos verbringen, wissen nur die Oberfläche ihrer eigenen Persönlichkeit. Ich laufe immer noch nicht: Erst der runde Geburtstag meiner Mutter, dann die ISPO und Jetzt die Kälte – es sind keine Ausreden, es sind Umstände, mit denen ich mich gerade abfinde. Dafür habe ich heute rund 20 Kilometer mit den Hunden zurückgelegt, das ist doch schon einmal was. Und die Lust zu laufen steigt im Stimmungsbarometer bis ins Unermessliche und ich bin mir sicher, dass ich bis zum Düsseldorf-Marathon wieder fit bin. So fit, um die 4h Grenze erneut zu unterbieten. Ich habe wieder Lust auf die magischen Momente, wenn man stundenlang unterwegs ist, um ein bescheidenes Ziel zu erreichen, einfach nur anzukommen. Für sich selbst, um ins Innere zu schauen und fest zu stellen, wie es um einen gerade steht. Während sich Daniel beim Indoor-Trail in Dortmund mit anderen um Sekunden streitet, möchte ich die Langsamkeit, die Einsamkeit auf der Langstrecke durch die Natur wieder genießen. Der Sport verschafft immer wieder auch magische Begegnungen: Auf der ISPO traf ich durch Zufall auf einen amerikanischen Geschäftsmann, der läuft und die großen Rennen in den USA absolviert hat oder sie noch absolvieren wird. Er plant, 2013 den UTMB zu laufen, Wahnsinn, dass ich da schon war. Für ihn ist Frankreich so weit weg wie für mich die großen Rennen in Amerika, TransRockies-Run oder Leadville 100. Es gibt Träume auf meinen Weg, die vielleicht immer unerreichbar bleiben. Aber manchmal sind Begegnungen Zeichen für kleine Wunder. Warten wir es also ab. Denn ich bin zufrieden, mit dem was ich habe. Einen langen Weg, nicht ohne Hindernisse, der mich immer wieder ein Stück näher zu mir selbst bringen wird.

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Bericht von Harald's Welt.
 

Flucht als Leidenschaft

 

Wenn die Worte flüchten, möchte ich einfach stehen bleiben, verharren und dem rasanten Tempo des Lebens Einhalt gebieten. Der Stille in der Nacht zu lauschen, ist dabei nicht immer betörend. Die Angst zu besiegen am Ende jedoch ein gutes, ein erhabenes Gefühl. Mitunter muss ich mich lösen von dem Hier, um dem Jetzt eine Chance zu geben. Verirrt man sich einmal zuviel im Chaos des Lebens, findet man vielleicht seinen Weg nicht wieder. Doch was könnte einem Menschen mehr Angst machen, als nicht mehr zu wissen, wohin? Es hilft, Sauerstoff in die Lungen zu pumpen und die Gedanken treiben zu lassen. Während die Musik ihren Teil zur allgemeinen Berieselung beiträgt, versucht das Ich seinen eigenen Weg zu finden. Manchmal möchte es schreien angesichts des Irrsinns der Welt und dann treibt es wieder einfach mit – chancenlos, emotionslos, gnadenlos in der Allgemeinheit. Vielleicht um derer zu entkommen oder der Gleichheit der Welt suchen wir uns Hindernisse, die schwer zu überwinden sind. Dabei ist der Ausdauersport in seinen extremen Facetten eine Möglichkeit. Der Welt zu entfliehen, indem man läuft oder mit dem Rad Hunderte von Kilometern an einem Stück zurücklegt. Janive Jakait rudert einsam mit einem Böötchen über den Atlantik, was treiben wir, um uns treiben zu lassen auf der Suche nach uns selbst? Ich jedenfalls freue mich, wieder laufen zu dürfen. Zunächst stürze ich mich in den Strudel, um zu überleben und dann werde ich die großen Ziele anvisieren und im Alltag Frondienste leisten. Aber auch wieder wissen, warum Laufen gut ist.

Bericht von Harald's Welt.
 

Gesamtheitlich

 

Meist verliert man sich im Detail. Meist schaut man nur punktuell auf Dinge die einem beschäftigen. Meist ist dies aber nicht die Lösung des bestehenden Problems. Manchmal hilft es… oder vielleicht kann man sogar sagen, muss man auch mal nach Links und Rechts schauen um überhaupt den Kontext zu verstehen. Es ist wie ein 1000 Teile Puzzel. Erst wenn man 100 Teile zusammengesetzt hat beginnt man das Bild zu verstehen.

Das ist eine Sichtweise die ich stehts versuche zu verfolgen. Auch mal nach Links und Rechts zu schauen. Das ist auch der Grund weshalb ich heute zum ersten mal bei einem Heilpraktiker war. Ich habe seit längeren ein Zwicken im Knie. Eigentlich ist es nichts Wildes. Und eigentlich ist es auch nicht das Knie. Zumindest war es mein Bauchgefühl, dass mir das auch mitgeteilt hat. Das war auch der Grund weshalb ich nie zum Arzt gegangen bin. Der hätte aufs Knie geschaut und vermutlich nix festgestellt… oder vielleicht doch? Spekulation. Aber auch hier vermutlich nur der Blick aufs Detail. Aber zurück zum Gesamtheitlichen und damit zur Heilpraktikerin. Die hat man Bauchgefühl letztendlich bestätigt. Knie sind beide stabil und weisen keinerlei Schädigungen oder sonstiges auf. Mein Bauchgefühl (kann man hier sogar wörtlich nehmen), hat mich also nicht in Stich gelassen. Die Ursache (könnte) von meiner Blindarmnarbe kommen. Vernarbung, Verklebung der Narbe.

Gut da würde jetzt der Ein oder Andere sagen… das ist jetzt eine Meinung. Müßte man sich noch ne weitere einholen. Recht hat der, der das sagt. Aber ich würde behaupten, dass ich in den Jahren in den ich Sport treibe ein bisschen Körpergefühl erhalten habe. Und auch wenn es nicht zu 100% zutreffen sollte, es ist letztendlich trotzdem was dran. Sie hat mir jetzt schon Stellen am Körper gezeigt die eine hohe Muskelspannung aufweisen…. die müssen dann auch wieder irgendwo herkommen und vorallem verursachen sie auch wieder was. In meinem Fall die Knieschmerzen.

Für mich war es auf jeden Fall beruhigend zu hören, dass letztendlich nix kaputt ist. Hört man doch gern :-)
Das schöne ist auch, dass ich auch jetzt prinzipiell kein Sportverbot hatte. Sie hat mich sogar aufgefordert beim nächsten Laufen mal darauf zu achten ob ich einen Unterschied spüren werde.

Heilpraktikerin: “Gehen Sie morgen oder übermorgen wieder laufen!”
Ich: “Ähm, ne ich wollte eigentlich heute Abend laufen!”
Heilprakterin (mit großen Fragezeichen im Gesicht): “Nein, das machen Sie mal nicht. Nach einer Behandlung kein Sport!”
Ich: “äh.. ok!”

Tja so kam es dann dazu, dass ich heute doch mal ne Pause eingelegt hatte. War jetzt auch nicht soooo tragisch. Freitag gehts weiter! :-)

Was soll ich euch sagen? Betrachtet das Kleine, aber verlierte nicht das Auge für das Große! Für das Gesamte!

In diesem Sinne, noch einen schönen Abend!

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Kraft…. oder doch kraftlos?

 

Ich hatte ja von meinem letzten “Ausflug” erzählt. Und ich darf euch sagen, ich war wirklich fleißig. Montag ein lockerer Lauf von 6km um einfach die Beine ein bisschen zu bewegen. Muss sagen, dass es Abends doch noch recht dunkel ist. Gut, da wird der Ein oder Andere sagen – “Ist ja auch Winter” – Ich weiß!! Man könnte auch mit Lampe auf dem Kopf laufen. Wenn man diese dann auch zur Hand hat. War bei mir jetzt zumindest nicht der Fall.
Also raus und schauen ob der Mond zumindest den Weg beleuchtet…
NEIN, auch nicht. Gut, geht auch so….
Da die meisten Wege glücklicherweise asphaltiert sind, war das soweit auch kein Problem. Kleine Runde gedreht und dann wieder ab nach Hause. Kurz vor der Haustür wäre es dann fast passiert. Man könnte sagen ein Gleichgesinnter! Ein läufer ohne Licht… Jetzt weiß ich warum ich zumindest irgendein Blicklicht dabei haben sollte. Nicht um zu sehen, sondern um gesehen zu werden! Das nächste mal!
Die Beine waren wie erwartet etwas schwer. Irgendwie wurde es am Dienstag auch nicht besser. Da ging es auf meine Standardstrecke von der Arbeit nach Hause.
Das Spiel kennen wir ja bereits, wenn es zu Fuss nach Hause geht, gehts auch zu Fuss wieder zur Arbeit. Also so ging es mir dann doch schon lang nicht mehr. Nach ca. 1km war ich kurz davor umzudrehen um doch mit dem Auto zu fahren! Müde, schlapp, K.O… das würde es gut beschreiben. Ich sag mir immer nur… das ist nur eine Frage des Tempos. Lauf einfach langsamer, dann geht’s schon. Das Blöde bei der Rechnung ist dann nur…. es dauert länger! Dann auch noch diese Kälte…. das zerrt schon! Warum wählt man sich nur intuitv immer die “schlechtesten” Tage aus um zur Arbeit zu laufen? Das letzte mal war es zwar wärmer, aber es gab eine Unwetterwarnung!?
Der innere Schweinhund, hat dann aber doch keine Chance! Bin noch zu müde um auf ihn zu hören… ;-)
Irgendwie schleppe ich mich kraftlos zur Arbeit. Doch ich habe es geschafft! Am Ende ist man dann doch stolz!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, dass waren jetzt fünf Tage am Stück laufen….. kann schon ziemlich stupide werden. Daher mal bissche Abwechslung reinbringen und die Laufschuhe gegen ein anderes Sportgerät tauschen :-)
Kann ich jedem nur empfehlen! Schult nicht nur die Koordination, sondern stärkt auch den ganzen Körper. Ich nutze das Springseil erst einmal zum Aufwärmen bevor es dann zum Krafttraining geht. Dieses Jahr wird auf ein ganzheitliches Training gesetzt. Mal sehen was bei rum kommt! Abwechslungsreich ist es alle mal! Und wenn das Wetter wieder besser wird, wird auch wieder in die Pedale getreten! Also, es wird Zeit das es wieder schön wird!

Jetzt heißt es aber erst einmal abwarten bis es schöner wird. In der Zeit ruhig mal die kraftlosigkeit mit ein bisschen Krafttraining bekämpfen!  Nicht lange überlegen, einfach machen! Kann man auch zu Hause machen! ;-)

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Geschafft… und der Start kommt schneller als man denkt!

 

Da ist man so aufgeregt vor einem Wald und Wiesen laufen und verpaßt dann doch fast seinen Start… Wie das passieren kann? Dazu gleich mehr.

Nach dem heutigen Tag muss ich allerdings sagen, dass ich eigentlich (fast) alles richtig gemacht habe. Die heutige Marathonstaffel lief deutlich besser als erhofft. Eine Zeit unter 3h sollte es werden, d. h. eine Durchgangszeit für jeden einzelnen von 45min musste erreicht werden. Was soll ich sagen? Ich bin ja wie gesagt mit nicht so großen Ambitionen gestartet, da ich ja vor kurzem erst wieder mit dem Laufen begonnen habe. Ehrlich gesagt, war ich auch noch gestern Abend unterwegs (psst… nicht weitersagen ;-) ). Hat der Aufregung aber ganz gut getan, sie war soweit weg und ich danach auch müde. Resultat… ich hab super geschlafen und bin auch noch vor dem Wecker wach geworden. Das kann ich allerdings nicht so verstehen, aber ist doch ein gutes Gefühl, wenn man ganz entspannt zu dem Wettkampf fahren kann. Gesagt getan.

Vor Ort angekommen, erst einmal geschaut wo der Rest. Bei der Suche bekomme ich doch tatsächlich ein Heft in die Hand gedrückt. Gut, dass ist jetzt alles andere als ungewöhnlich. Schließlich ist man es ja gewohnt, bei Sportveranstaltungen mit Werbung überhäuft zu werden. Aber wie auf dem Bild zu sehen ist, ging es da um ein ganz besonders Thema!

  Ja genau! Es ging über den Transalpin Run! Was soll ich dazu sagen? Harald, dass hätten wir auch machen können. Also, ich vielleicht nicht so sehr wie Du… Aber allein von Schweden.. Das hätte ne Comedy Show werden können! Ich erzähl aus meiner Sicht und Du aus Deiner! Schön! :-)

Ich werde mir den entsprechenden Bericht auf jeden Fall mal durchlesen. Schließlich will ich ja auch wissen wie es denen erging.

Harald hat ja schon wieder Lust auf die ein oder andere Veranstaltung angekündigt. Ich werde mal schauen.. vielleicht läßt sich da ja was machen.

Wo waren wir stehen geblieben? Richtig, bei der Suche nach den Vereinskollegen. Hat nicht lange gedauert bis die dann auch gefunden wurden. Anschließend noch schnell die Feinabstimmung wie man den Transponder übergeben soll und der erste ist dann auch schon auf der Strecke. Leider hat irgendwie keiner gefragt welche Zielzeit von meinem Vorläufer erwartet wird. “ca. 45min”. Gut, genügend Zeit sich warm zu machen. Nach meiner Hochrechnung hätte ich 11:25 Uhr noch 5min Zeit mich in der Wechselzone bereit zu machen. Ich nutze die Zeit und begebe mich nochmals den Aufenthaltsraum um mir einen Schluck Wasser zu gönnen. Ich halte die Flasche in der Hand, stürmt der Schlußläufer rein und sagt: “Du mußt zum Wechsel – JETZT!”. Der Kollege ist schon im Stadion eingelaufen!

AH! Jetzt ist Streß ausgebrochen! Schnell die Flasche weggestellt, den Trainingsanzug vom Leib gerissen und zur Wechselzone gestürmt. Über ein Geländer gesprungen, das andere beim drunter durch hangeln mitgerissen, noch schnell entschuldigt, Transponder entgegen genommen und direkt durchgesprintet. Tja, dass ich bereits nach 200m 182 Puls hatte, muss ich jetzt nicht extra erwähnen, oder? Naja, hatte aber noch alles geklappt! Vielleicht 10 Sekunden verloren, die ich vermutlich durch meinen Sprint rausgeholt hatte. Im nachhinein erfahre ich von meinen Kollegen, dass die sich schon gewundert hatte, dass ich die Ruhe weg hätte jetzt noch in den Aufenthaltsraum zu gehen, wobei gleich der Wechsel anstehen würde. Tja, so kann aus Aufregung, Tiefenentspannung werden. Das Hauptproblem war einfach, dass der Kollege mal 6min schneller war als erwartet. Konnte ja keiner wissen! ;-)

Ich habe mich dann irgendwie durch die 10km gequält. Muss sagen, schnell war das nicht auch wenn es sich so angefühlt hat. Die Beine hätte noch gekonnt, aber irgendwie bekomme ich noch keine Luft rein! Verwunderlich war es dann, dass ich ab km 7 plötzlich einen zweiten Schub Energie gespürt habe. Konnte es sogar bis zum Wechsel aufrecht erhalten um den völlig außer Atem den Transponder zu übergeben.

Was soll ich sagen? Am Ende kam eine Zeit von 2:51:59h raus. Wäre eine schöne Zeit für einen alleine :-)
Wir waren auf jeden Fall zufrieden, da wir deutlich schneller gelaufen waren als erwartet.

Für mich war es ein wenig Wettkampf schnuppern. Morgen geht das Training weiter. Beine bisschen vertreten. Schauen ob sie schwer sind oder ob ich heute doch nicht alles gegeben habe :-)

 

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Sonnendeck

 

Es gibt Menschen, die haben auf der Sonnenseite des Lebens geparkt. Menschen, denen vordergründig alles zufliegt, die nie an Hürden scheitern, insofern sich ihnen überhaupt welche in den Weg stellen. Menschen, denen Unwetter, Schicksalsschläge, schwierige Zeiten einfach unbekannt sind und vom einen Glück ins nächste stolpern.  Sozusagen jeden Tag ein Lottogewinn und dann auch noch beim TV Quiz die maximale Gewinnsumme ergattern. Die Frage, die sich mir dann stellt: Ist man mit einem Leben voller Tücken, Überraschungen, Tief- und Niederschlägen nicht doch besser bedient? Weil man dann die Momente des Glücks nicht viel eher begreifen kann? Noch zwei Wochen Kompressionsstrümpfe, die Laufpause hält an. Ich möchte nicht zu früh mit dem Training beginnen und die frisch verheilten Narben gleich den nächsten Zerreißproben unterworfen. Wohnt man am Berg, gibt es kein lockeres Laufen. Also habe ich mir vorgenommen, erst mit dem Ende der Ära der Kompressionsstrümpfe wieder ins Laufen einzusteigen. Bis dahin bleiben ausgedehnte Spaziergänge mit den Hunden. Zwar überwiegt die Lust auf´s Rad fahren, aber davon lasse ich jetzt wirklich mal besser die Finger. Ist ja auch ziemlich kalt geworden! Ja, in gewisser Weise bin ich faul und bequem geworden und ich frage mich, wo ich in meinem Alltag das Laufen unterbringen soll? Aber das fragen sich viele! Und dann geht es doch, wie Daniel mit seinen Läufen zur Arbeit zeigt! Zumindest kristallisieren sich immer mehr zwei läuferische Überlegungen heraus: Den Zugspitz-Ultratrail sollte ich über die 101 Kilometer und 6.000 Höhenmeter doch noch einmal probieren. Schon alleine, um mir selbst ein Bild im Vergleich zum UTMB zu machen. Bei der Premiere hatte ich mir die Nacht mit News durch das www um die Ohren geschlagen, Live-Berichterstattung aus dem Ziel, über die sich insbesondere die Familien und Freunde der internationalen Starter gefreut haben. Und dann wären da noch die 4 Trails, die wie in den Anfängen des Transalpine-Runs gewissermaßen noch Entdeckungscharakter haben. Also, ihr seht, die Gedanken reifen, die Lust steigt und die Ziele werden den inneren Schweinehund demnächst besiegen. Aller Anfang ist schwer, und ganz besonders der Neuanfang. Aber mit der grandiosen Kulisse einzigartiger Bergpanoramen lässt sich die Lauflust ganz bestimmt schnell steigern. Gehen wir als die nächsten Hürden und Hindernisse mit einer gehörigen Portion Optimismus an, denn Hürden müssen auch nach Tiefschlägen überwunden werden, wenn man die einzigartigen Momente erleben möchte!

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Bericht von Harald's Welt.
 

Aufgeregt ( oder auch Uffgeräscht)

 

Da ist man schon so lange dem Laufsport verschrieben und kommt dann doch wieder in den Genuss aufgeregt zu sein. Dabei sprechen wir hier nicht mal von einer wahnsinnig wichtigen Veranstaltung?! Eine Marathon-Staffel… d. h. ca. 10,55km für mich. Dennoch… es ist der erste “Wettkampf” seit .. jetzt muss ich gerade mal überlegen… ich glaub seit letzten April!? Das war damals ein Halbmarathon, mit persönlicher Bestzeit. Eigentlich wollte ich den ja gar nicht laufen! In diesem Fall kann man von Glück reden, dass ich es doch getan habe. :)

Wie dem auch sei, ich kann mich nicht dran erinnern, dass ich da so aufgeregt vor. Ok, vielleicht liegt es auch daran, dass es letztes Jahr erst in April war und nicht so früh im Jahr! Und das ich seit gerade knapp drei Wochen wieder am Laufen bin. Mit sowenig Training, bin ich noch nie was gelaufen. Mal sehen was dabei rum kommt.

Vielleicht bin ich auch so aufgeregt, weil ich mir bewußt gemacht habe, dass ich definitiv kein “Läufer” bin! Hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber wenn man so betrachtet was ein “Läufer” so in einer Woche läuft – 80 – 100km – bin ich noch ganz weit entfernt davon! Gut, dass ist natürlich auch immer eine Standpunkt frage. Wenn ich mich jetzt mit absoluten Nichtläufern vergleichen würde, stehe ich ja wieder verdammt gut da! ;-)
Dann sagen wir mal in diesem Fall, dass Glas ist halb voll und ich laufe “viel”.

Ich sehe das jetzt einfach mal mit dem olympischen Gedanken “Dabeisein ist alles!”. Ich werde auf jeden Fall berichten wie es mir erging und ob ich mich morgen Nachmittag noch bewegen kann!

In diesem Sinne! Ich freu mich auf morgen! :-)

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Bericht von Daniel's Welt.