Flucht als Leidenschaft

 

Wenn die Worte flüchten, möchte ich einfach stehen bleiben, verharren und dem rasanten Tempo des Lebens Einhalt gebieten. Der Stille in der Nacht zu lauschen, ist dabei nicht immer betörend. Die Angst zu besiegen am Ende jedoch ein gutes, ein erhabenes Gefühl. Mitunter muss ich mich lösen von dem Hier, um dem Jetzt eine Chance zu geben. Verirrt man sich einmal zuviel im Chaos des Lebens, findet man vielleicht seinen Weg nicht wieder. Doch was könnte einem Menschen mehr Angst machen, als nicht mehr zu wissen, wohin? Es hilft, Sauerstoff in die Lungen zu pumpen und die Gedanken treiben zu lassen. Während die Musik ihren Teil zur allgemeinen Berieselung beiträgt, versucht das Ich seinen eigenen Weg zu finden. Manchmal möchte es schreien angesichts des Irrsinns der Welt und dann treibt es wieder einfach mit – chancenlos, emotionslos, gnadenlos in der Allgemeinheit. Vielleicht um derer zu entkommen oder der Gleichheit der Welt suchen wir uns Hindernisse, die schwer zu überwinden sind. Dabei ist der Ausdauersport in seinen extremen Facetten eine Möglichkeit. Der Welt zu entfliehen, indem man läuft oder mit dem Rad Hunderte von Kilometern an einem Stück zurücklegt. Janive Jakait rudert einsam mit einem Böötchen über den Atlantik, was treiben wir, um uns treiben zu lassen auf der Suche nach uns selbst? Ich jedenfalls freue mich, wieder laufen zu dürfen. Zunächst stürze ich mich in den Strudel, um zu überleben und dann werde ich die großen Ziele anvisieren und im Alltag Frondienste leisten. Aber auch wieder wissen, warum Laufen gut ist.

Bericht von Harald's Welt.
 

Gesamtheitlich

 

Meist verliert man sich im Detail. Meist schaut man nur punktuell auf Dinge die einem beschäftigen. Meist ist dies aber nicht die Lösung des bestehenden Problems. Manchmal hilft es… oder vielleicht kann man sogar sagen, muss man auch mal nach Links und Rechts schauen um überhaupt den Kontext zu verstehen. Es ist wie ein 1000 Teile Puzzel. Erst wenn man 100 Teile zusammengesetzt hat beginnt man das Bild zu verstehen.

Das ist eine Sichtweise die ich stehts versuche zu verfolgen. Auch mal nach Links und Rechts zu schauen. Das ist auch der Grund weshalb ich heute zum ersten mal bei einem Heilpraktiker war. Ich habe seit längeren ein Zwicken im Knie. Eigentlich ist es nichts Wildes. Und eigentlich ist es auch nicht das Knie. Zumindest war es mein Bauchgefühl, dass mir das auch mitgeteilt hat. Das war auch der Grund weshalb ich nie zum Arzt gegangen bin. Der hätte aufs Knie geschaut und vermutlich nix festgestellt… oder vielleicht doch? Spekulation. Aber auch hier vermutlich nur der Blick aufs Detail. Aber zurück zum Gesamtheitlichen und damit zur Heilpraktikerin. Die hat man Bauchgefühl letztendlich bestätigt. Knie sind beide stabil und weisen keinerlei Schädigungen oder sonstiges auf. Mein Bauchgefühl (kann man hier sogar wörtlich nehmen), hat mich also nicht in Stich gelassen. Die Ursache (könnte) von meiner Blindarmnarbe kommen. Vernarbung, Verklebung der Narbe.

Gut da würde jetzt der Ein oder Andere sagen… das ist jetzt eine Meinung. Müßte man sich noch ne weitere einholen. Recht hat der, der das sagt. Aber ich würde behaupten, dass ich in den Jahren in den ich Sport treibe ein bisschen Körpergefühl erhalten habe. Und auch wenn es nicht zu 100% zutreffen sollte, es ist letztendlich trotzdem was dran. Sie hat mir jetzt schon Stellen am Körper gezeigt die eine hohe Muskelspannung aufweisen…. die müssen dann auch wieder irgendwo herkommen und vorallem verursachen sie auch wieder was. In meinem Fall die Knieschmerzen.

Für mich war es auf jeden Fall beruhigend zu hören, dass letztendlich nix kaputt ist. Hört man doch gern :-)
Das schöne ist auch, dass ich auch jetzt prinzipiell kein Sportverbot hatte. Sie hat mich sogar aufgefordert beim nächsten Laufen mal darauf zu achten ob ich einen Unterschied spüren werde.

Heilpraktikerin: “Gehen Sie morgen oder übermorgen wieder laufen!”
Ich: “Ähm, ne ich wollte eigentlich heute Abend laufen!”
Heilprakterin (mit großen Fragezeichen im Gesicht): “Nein, das machen Sie mal nicht. Nach einer Behandlung kein Sport!”
Ich: “äh.. ok!”

Tja so kam es dann dazu, dass ich heute doch mal ne Pause eingelegt hatte. War jetzt auch nicht soooo tragisch. Freitag gehts weiter! :-)

Was soll ich euch sagen? Betrachtet das Kleine, aber verlierte nicht das Auge für das Große! Für das Gesamte!

In diesem Sinne, noch einen schönen Abend!

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Kraft…. oder doch kraftlos?

 

Ich hatte ja von meinem letzten “Ausflug” erzählt. Und ich darf euch sagen, ich war wirklich fleißig. Montag ein lockerer Lauf von 6km um einfach die Beine ein bisschen zu bewegen. Muss sagen, dass es Abends doch noch recht dunkel ist. Gut, da wird der Ein oder Andere sagen – “Ist ja auch Winter” – Ich weiß!! Man könnte auch mit Lampe auf dem Kopf laufen. Wenn man diese dann auch zur Hand hat. War bei mir jetzt zumindest nicht der Fall.
Also raus und schauen ob der Mond zumindest den Weg beleuchtet…
NEIN, auch nicht. Gut, geht auch so….
Da die meisten Wege glücklicherweise asphaltiert sind, war das soweit auch kein Problem. Kleine Runde gedreht und dann wieder ab nach Hause. Kurz vor der Haustür wäre es dann fast passiert. Man könnte sagen ein Gleichgesinnter! Ein läufer ohne Licht… Jetzt weiß ich warum ich zumindest irgendein Blicklicht dabei haben sollte. Nicht um zu sehen, sondern um gesehen zu werden! Das nächste mal!
Die Beine waren wie erwartet etwas schwer. Irgendwie wurde es am Dienstag auch nicht besser. Da ging es auf meine Standardstrecke von der Arbeit nach Hause.
Das Spiel kennen wir ja bereits, wenn es zu Fuss nach Hause geht, gehts auch zu Fuss wieder zur Arbeit. Also so ging es mir dann doch schon lang nicht mehr. Nach ca. 1km war ich kurz davor umzudrehen um doch mit dem Auto zu fahren! Müde, schlapp, K.O… das würde es gut beschreiben. Ich sag mir immer nur… das ist nur eine Frage des Tempos. Lauf einfach langsamer, dann geht’s schon. Das Blöde bei der Rechnung ist dann nur…. es dauert länger! Dann auch noch diese Kälte…. das zerrt schon! Warum wählt man sich nur intuitv immer die “schlechtesten” Tage aus um zur Arbeit zu laufen? Das letzte mal war es zwar wärmer, aber es gab eine Unwetterwarnung!?
Der innere Schweinhund, hat dann aber doch keine Chance! Bin noch zu müde um auf ihn zu hören… ;-)
Irgendwie schleppe ich mich kraftlos zur Arbeit. Doch ich habe es geschafft! Am Ende ist man dann doch stolz!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, dass waren jetzt fünf Tage am Stück laufen….. kann schon ziemlich stupide werden. Daher mal bissche Abwechslung reinbringen und die Laufschuhe gegen ein anderes Sportgerät tauschen :-)
Kann ich jedem nur empfehlen! Schult nicht nur die Koordination, sondern stärkt auch den ganzen Körper. Ich nutze das Springseil erst einmal zum Aufwärmen bevor es dann zum Krafttraining geht. Dieses Jahr wird auf ein ganzheitliches Training gesetzt. Mal sehen was bei rum kommt! Abwechslungsreich ist es alle mal! Und wenn das Wetter wieder besser wird, wird auch wieder in die Pedale getreten! Also, es wird Zeit das es wieder schön wird!

Jetzt heißt es aber erst einmal abwarten bis es schöner wird. In der Zeit ruhig mal die kraftlosigkeit mit ein bisschen Krafttraining bekämpfen!  Nicht lange überlegen, einfach machen! Kann man auch zu Hause machen! ;-)

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Geschafft… und der Start kommt schneller als man denkt!

 

Da ist man so aufgeregt vor einem Wald und Wiesen laufen und verpaßt dann doch fast seinen Start… Wie das passieren kann? Dazu gleich mehr.

Nach dem heutigen Tag muss ich allerdings sagen, dass ich eigentlich (fast) alles richtig gemacht habe. Die heutige Marathonstaffel lief deutlich besser als erhofft. Eine Zeit unter 3h sollte es werden, d. h. eine Durchgangszeit für jeden einzelnen von 45min musste erreicht werden. Was soll ich sagen? Ich bin ja wie gesagt mit nicht so großen Ambitionen gestartet, da ich ja vor kurzem erst wieder mit dem Laufen begonnen habe. Ehrlich gesagt, war ich auch noch gestern Abend unterwegs (psst… nicht weitersagen ;-) ). Hat der Aufregung aber ganz gut getan, sie war soweit weg und ich danach auch müde. Resultat… ich hab super geschlafen und bin auch noch vor dem Wecker wach geworden. Das kann ich allerdings nicht so verstehen, aber ist doch ein gutes Gefühl, wenn man ganz entspannt zu dem Wettkampf fahren kann. Gesagt getan.

Vor Ort angekommen, erst einmal geschaut wo der Rest. Bei der Suche bekomme ich doch tatsächlich ein Heft in die Hand gedrückt. Gut, dass ist jetzt alles andere als ungewöhnlich. Schließlich ist man es ja gewohnt, bei Sportveranstaltungen mit Werbung überhäuft zu werden. Aber wie auf dem Bild zu sehen ist, ging es da um ein ganz besonders Thema!

  Ja genau! Es ging über den Transalpin Run! Was soll ich dazu sagen? Harald, dass hätten wir auch machen können. Also, ich vielleicht nicht so sehr wie Du… Aber allein von Schweden.. Das hätte ne Comedy Show werden können! Ich erzähl aus meiner Sicht und Du aus Deiner! Schön! :-)

Ich werde mir den entsprechenden Bericht auf jeden Fall mal durchlesen. Schließlich will ich ja auch wissen wie es denen erging.

Harald hat ja schon wieder Lust auf die ein oder andere Veranstaltung angekündigt. Ich werde mal schauen.. vielleicht läßt sich da ja was machen.

Wo waren wir stehen geblieben? Richtig, bei der Suche nach den Vereinskollegen. Hat nicht lange gedauert bis die dann auch gefunden wurden. Anschließend noch schnell die Feinabstimmung wie man den Transponder übergeben soll und der erste ist dann auch schon auf der Strecke. Leider hat irgendwie keiner gefragt welche Zielzeit von meinem Vorläufer erwartet wird. “ca. 45min”. Gut, genügend Zeit sich warm zu machen. Nach meiner Hochrechnung hätte ich 11:25 Uhr noch 5min Zeit mich in der Wechselzone bereit zu machen. Ich nutze die Zeit und begebe mich nochmals den Aufenthaltsraum um mir einen Schluck Wasser zu gönnen. Ich halte die Flasche in der Hand, stürmt der Schlußläufer rein und sagt: “Du mußt zum Wechsel – JETZT!”. Der Kollege ist schon im Stadion eingelaufen!

AH! Jetzt ist Streß ausgebrochen! Schnell die Flasche weggestellt, den Trainingsanzug vom Leib gerissen und zur Wechselzone gestürmt. Über ein Geländer gesprungen, das andere beim drunter durch hangeln mitgerissen, noch schnell entschuldigt, Transponder entgegen genommen und direkt durchgesprintet. Tja, dass ich bereits nach 200m 182 Puls hatte, muss ich jetzt nicht extra erwähnen, oder? Naja, hatte aber noch alles geklappt! Vielleicht 10 Sekunden verloren, die ich vermutlich durch meinen Sprint rausgeholt hatte. Im nachhinein erfahre ich von meinen Kollegen, dass die sich schon gewundert hatte, dass ich die Ruhe weg hätte jetzt noch in den Aufenthaltsraum zu gehen, wobei gleich der Wechsel anstehen würde. Tja, so kann aus Aufregung, Tiefenentspannung werden. Das Hauptproblem war einfach, dass der Kollege mal 6min schneller war als erwartet. Konnte ja keiner wissen! ;-)

Ich habe mich dann irgendwie durch die 10km gequält. Muss sagen, schnell war das nicht auch wenn es sich so angefühlt hat. Die Beine hätte noch gekonnt, aber irgendwie bekomme ich noch keine Luft rein! Verwunderlich war es dann, dass ich ab km 7 plötzlich einen zweiten Schub Energie gespürt habe. Konnte es sogar bis zum Wechsel aufrecht erhalten um den völlig außer Atem den Transponder zu übergeben.

Was soll ich sagen? Am Ende kam eine Zeit von 2:51:59h raus. Wäre eine schöne Zeit für einen alleine :-)
Wir waren auf jeden Fall zufrieden, da wir deutlich schneller gelaufen waren als erwartet.

Für mich war es ein wenig Wettkampf schnuppern. Morgen geht das Training weiter. Beine bisschen vertreten. Schauen ob sie schwer sind oder ob ich heute doch nicht alles gegeben habe :-)

 

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Sonnendeck

 

Es gibt Menschen, die haben auf der Sonnenseite des Lebens geparkt. Menschen, denen vordergründig alles zufliegt, die nie an Hürden scheitern, insofern sich ihnen überhaupt welche in den Weg stellen. Menschen, denen Unwetter, Schicksalsschläge, schwierige Zeiten einfach unbekannt sind und vom einen Glück ins nächste stolpern.  Sozusagen jeden Tag ein Lottogewinn und dann auch noch beim TV Quiz die maximale Gewinnsumme ergattern. Die Frage, die sich mir dann stellt: Ist man mit einem Leben voller Tücken, Überraschungen, Tief- und Niederschlägen nicht doch besser bedient? Weil man dann die Momente des Glücks nicht viel eher begreifen kann? Noch zwei Wochen Kompressionsstrümpfe, die Laufpause hält an. Ich möchte nicht zu früh mit dem Training beginnen und die frisch verheilten Narben gleich den nächsten Zerreißproben unterworfen. Wohnt man am Berg, gibt es kein lockeres Laufen. Also habe ich mir vorgenommen, erst mit dem Ende der Ära der Kompressionsstrümpfe wieder ins Laufen einzusteigen. Bis dahin bleiben ausgedehnte Spaziergänge mit den Hunden. Zwar überwiegt die Lust auf´s Rad fahren, aber davon lasse ich jetzt wirklich mal besser die Finger. Ist ja auch ziemlich kalt geworden! Ja, in gewisser Weise bin ich faul und bequem geworden und ich frage mich, wo ich in meinem Alltag das Laufen unterbringen soll? Aber das fragen sich viele! Und dann geht es doch, wie Daniel mit seinen Läufen zur Arbeit zeigt! Zumindest kristallisieren sich immer mehr zwei läuferische Überlegungen heraus: Den Zugspitz-Ultratrail sollte ich über die 101 Kilometer und 6.000 Höhenmeter doch noch einmal probieren. Schon alleine, um mir selbst ein Bild im Vergleich zum UTMB zu machen. Bei der Premiere hatte ich mir die Nacht mit News durch das www um die Ohren geschlagen, Live-Berichterstattung aus dem Ziel, über die sich insbesondere die Familien und Freunde der internationalen Starter gefreut haben. Und dann wären da noch die 4 Trails, die wie in den Anfängen des Transalpine-Runs gewissermaßen noch Entdeckungscharakter haben. Also, ihr seht, die Gedanken reifen, die Lust steigt und die Ziele werden den inneren Schweinehund demnächst besiegen. Aller Anfang ist schwer, und ganz besonders der Neuanfang. Aber mit der grandiosen Kulisse einzigartiger Bergpanoramen lässt sich die Lauflust ganz bestimmt schnell steigern. Gehen wir als die nächsten Hürden und Hindernisse mit einer gehörigen Portion Optimismus an, denn Hürden müssen auch nach Tiefschlägen überwunden werden, wenn man die einzigartigen Momente erleben möchte!

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Bericht von Harald's Welt.
 

Aufgeregt ( oder auch Uffgeräscht)

 

Da ist man schon so lange dem Laufsport verschrieben und kommt dann doch wieder in den Genuss aufgeregt zu sein. Dabei sprechen wir hier nicht mal von einer wahnsinnig wichtigen Veranstaltung?! Eine Marathon-Staffel… d. h. ca. 10,55km für mich. Dennoch… es ist der erste “Wettkampf” seit .. jetzt muss ich gerade mal überlegen… ich glaub seit letzten April!? Das war damals ein Halbmarathon, mit persönlicher Bestzeit. Eigentlich wollte ich den ja gar nicht laufen! In diesem Fall kann man von Glück reden, dass ich es doch getan habe. :)

Wie dem auch sei, ich kann mich nicht dran erinnern, dass ich da so aufgeregt vor. Ok, vielleicht liegt es auch daran, dass es letztes Jahr erst in April war und nicht so früh im Jahr! Und das ich seit gerade knapp drei Wochen wieder am Laufen bin. Mit sowenig Training, bin ich noch nie was gelaufen. Mal sehen was dabei rum kommt.

Vielleicht bin ich auch so aufgeregt, weil ich mir bewußt gemacht habe, dass ich definitiv kein “Läufer” bin! Hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber wenn man so betrachtet was ein “Läufer” so in einer Woche läuft – 80 – 100km – bin ich noch ganz weit entfernt davon! Gut, dass ist natürlich auch immer eine Standpunkt frage. Wenn ich mich jetzt mit absoluten Nichtläufern vergleichen würde, stehe ich ja wieder verdammt gut da! ;-)
Dann sagen wir mal in diesem Fall, dass Glas ist halb voll und ich laufe “viel”.

Ich sehe das jetzt einfach mal mit dem olympischen Gedanken “Dabeisein ist alles!”. Ich werde auf jeden Fall berichten wie es mir erging und ob ich mich morgen Nachmittag noch bewegen kann!

In diesem Sinne! Ich freu mich auf morgen! :-)

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Plan B

 

Es ist gut, immer einen Plan B in der Tasche zu haben. Doch gestern funktionierte Plan B nicht wirklich. Aber es war nach langer Zeit eine willkommene Abwechslung und ein erster Schritt Richtung Ausdauerleistung. Nachdem ich am Morgen schon eine fast zwei Stunden Runde mit den Hunden zurückgelegt hatte, stand auch am Nachmittag ein Spaziergang mit den Vierbeinern auf dem Programm. Unser frisch operierter Patient machte eine Trennung nötig und da meine Fähigkeiten als Hundekrankenbruder doch arg begrenzt sind, übernahm ich die anderen beiden Fellnasen. Also frisch auf ins waldige Vergnügen: Doch nach rund einer Stunde machte sich das fehlende Bewegungstraining bemerkbar und die Beine wurden schwer und protestierten trotz ihrer Müdigkeit. Doch die Rückkehr hätte genau so lange gedauert wie das Fortsetzen des Weges. Also gab es zur Abwechslung mal keinen Plan B, sondern einfach nur durch! Die letzten Höhenmeter bis zur Behausung gerieten dann zur leichten Qual und der Abend gehörte dem Sofa. Grundsätzlich ist Plan B eine gute Geschichte, denn die Veranstaltungen der gleichnamigen Eventagentur haben nicht nur meinen Horizont erweitert, sondern vielmehr auch zu vielen Laufkilometern beigetragen. Letzten Ende sogar dazu, dass Daniel und ich zusammen gewachsen sind und diesen Blog zusammen am Leben erhalten. Denn ein Transalpine-Run schweißt auf immer zusammen oder er zerreißt für immer die Bande des Lebens. Natürlich schaue ich auch auf neun erfüllte und spannende Monate als Angestellter auf die Agentur zurück. Dass am Ende wieder ein Plan B das Ende der Beschäftigung brachte, war im Nachhinein eine richtige Entscheidung. Ich weiß zu schätzen, dass ich den Plan B ab und zu in der Tasche habe, aber er ist doch auch nur selbst gemacht. Das Schicksal hält oftmals keine Alternative bereit, meistens muss man sich mit dem zurecht finden, das wir serviert bekommen. Im Falle meines Spaziergangs eine gute Geschichte, denn so bin ich wieder einmal an meine Grenzen gestoßen und ein wenig darüber hinaus gegangen. Wie klein manchmal Schritte sein können, habe ich dabei auch mal wieder bemerkt. Ich bin auf dem richtigen Weg und ich freue mich auf die Herausforderungen, die keinen Ausweg offen lassen.

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Bericht von Harald's Welt.
 

Der dritte Tag…

 

Ich hatte schon vergessen wie es war, dieser “Tag 3″. Das ist der Tag an dem man merkt, dass man sich am Anfang einer Trainingsperiode befindet. Der Tag der einem zeigt, dass man auch nur ein Mensch ist und man noch so motiviert sein kann, die Speicher sind leer. Es war wohl auch wieder wie eine Motivationsprüfung…. Ehrlich gesagt, hatte ich so gar keine Lust am morgen Laufschuhe anzuziehen und zur Arbeit zu laufen. Zu allem Überfluss war am Donnerstag Morgen auch noch Unwetterwarnung! Man hört die Regentropfen gegen die Fensterscheibe prasseln…. als würden sie sich schon auf Dich freuen um dich richtig nass zu machen. Ich weiß nicht wie es euch da geht, aber ich bin da nicht sonderlich motiviert zu Fuss aus dem Haus zu gehen. Doch hier nun mein kleiner Tipp, wie selbst der größte Schweinehund keine Chance hat. Einfach Abends das Auto bei der Arbeit stehen lassen und nach Hause laufen. Dann bleibt einem am nächsten Morgen keine Chance. Man muss wieder zu Fuss raus.

Ehrlich gesagt, war ich aber froh das es so gekommen ist. So habe ich wieder diesen “Tag 3″ spüren dürfen. Ich hatte gedacht, ich werde diese knappen 11km nicht überstehen. Ich hab mich von Schritt zu Schritt gequält. Teilweise in einer Art Schlummer Modus. Das war aber der Tatsache geschuldet, dass es einfach noch zu früh war.
Autos passieren mich, blenden mich. Was die sich wohl denken? Würde mich manchmal ja schon interessieren. Wobei wenn ich so drüber nachdenke, ist da kein großer Spielraum, was die wohl denken könnten… “Verrückter”. Die einen nennen es verrückt, die anderen konsequent… ich nenne es, “keine andere Wahl gehabt”.

Morgen steht ein längerer Lauf auf dem Programm, im hellen. Darauf freu ich mich schon!

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Bericht von Daniel's Welt.
 

Bergfest

 

Drei Wochen Bewegungspause sind um. Noch weitere drei Wochen, dann sollten auch die Spätfolgen des Eingriffs bearbeitet sein und die Kompressionsstrümpfe kommen an den Nagel. Wieder Erwarten komme ich mit der Zwangspause ganz gut zurecht. Mittlerweile ist zumindest gegen längere Spaziergänge nichts mehr einzuwenden, wären da nicht noch die heftigen Blutergüsse, die sich bei zuviel Belastung bemerkbar machen. Laut Doc könnte ich Ende nächster Woche mit den ersten vorsichtigen Joggingeinheiten anfangen, aber ich glaube, ich gönne mir lieber noch ein paar Tage Ruhe. Auf jeden Fall geht es bergauf! In den letzten Tagen habe ich oft an den Transalpine-Run und den UTMB gedacht. Dort geht es eigentlich tendentiell immer nur bergauf, fast wie im richtigen Leben. Klar gibt es Phasen, in denen es mal ein paar Meter den Hügel hinunter rollt, aber dann steht man doch schon wieder vor dem nächsten Schritt aufwärts. Manchmal geht es steil nach oben, mal eher gemächlich und kein Mensch läuft rückwärts, oder? Also gibt es doch eigentlich auch keine Schritte zurück. Es geht immer irgendwie vorwärts, alleine schon weil die Sekunden ticken und sich die Zeit nicht zurückstellen lässt. Auch ist der Blick immer nach vorne gerichtet, denn blickt man zurück, wendet man den Kopf und man schaut wieder nach vorne. Es ist also eigentlich keine Frage der Perspektive, der Mensch ist dazu ausgelegt, sich fort zu bewegen. Für ein Leben in der Zukunft, denn kaum ist die Gegenwart erreicht, ist sie auch schon wieder Vergangenheit. Bergläufe sind eine gute Schule für das Leben! Meine fünfmalige Teilnahme am Transalpine-Run vielleicht fast schon so etwas wie die Meisterprüfung. Leider werde ich es zum Indoor-Trail nach Dortmund nicht schaffen. Nicht der Parcours hätte mich gereizt, viel eher mal wieder ein wenig Trailluft zu atmen, alte Bekannte wieder zu treffen, ein wenig Wettkampfatmosphäre zu schnuppern, um die Lust an neuen Abenteuern zu betören. Es gibt so viele schöne Ziele, nur fehlt momentan noch der richtige Drive Pläne zu schmieden. Aber ich bewege mich ja vorwärts, Schritt für Schritt auf neue Ziele zu, von denen ich heute vielleicht noch gar nichts weiß, während Daniel schon fleißig von der Lauflust gepackt ist. Gut, dass zumindest einer von uns auch Sport-praktisch unterwegs ist.

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Bericht von Harald's Welt.
 

Blick nach vorn

 

Ich möchte nicht sagen, dass das letzte Jahr schlecht war. Bei weitem nicht. Es stand sicher nicht nur unter dem Laufstern. Eigentlich muss ich sagen, dass es eher vom Radfahren beherrscht wurde. Ist auf jeden Fall was feines. Aber ich muss sagen, dass ich für mich wieder das Laufen entdeckt habe. Es ist unmittelbarer und unverzeihlich. Man kommt nur vorwärts, wenn man auch einen Schritt macht. Nur dann! Das sollte uns vielleicht auch in anderen Bereichen bewußt sein. Nur wer einen Schritt nach vorne geht, kann etwas Neues entdecken und seinen Horizont erweitern. Das was hinter uns liegt, können wir auch mit zwei Schritten zurück erreichen. Was einen persönlich weiter bringt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe mich soeben für den Schritt nach vorne entschieden!

Harald hat es ja bereits eingedeutet. Da steht doch ein nettes Highlight auf der Wunschliste. Aber wir wollen da nicht zuviel vorab erzählen… sonst wird das nix. Nächstes Jahr beginnt für mich schon recht früh und zwar mit den Indoor Trails in Dortmund. Wird sicher ein geiles Event. Ein Novum ohnehin! Ich werde auf jeden Fall berichten!
Doch bevor es dahin geht, beginnt noch ein steiniger Weg. Die ersten Laufmeter sind bereits getan. Und wie das immer so ist, fühlt man sich wieder wie ein Laufanfänger! Bin gestern 16km gelaufen. Dacht mir so… lief ja ganz gut, machst Du heute gerade nochmal 12 oder so. Bereits nach 2km war der Ofen aus. Keine Energie. Ist einfach der Hammer. Da muss man sich echt wieder rankämpfen. Ich bin dann aber noch 8 weitere qualvolle Kilometer gelaufen… Man bekommt eben nichts geschenkt! Daher werde ich da jetzt auch weitermachen! Ehrlich gesagt, hat mir das auch gefehlt. Einfach mal den Kopf frei zu laufen. Mal sehen wie schnell ich wieder in Form komme.

Jetzt steht aber erst einmal der Jahreswechsel vor der Tür. Mal wieder. Und morgen heißt es dann wieder Status Que und auf in die Vollen! In diesem Sinne! Ich wünsch euch ein guten Rutsch und gesundes und erfolgreiches Jahr 2012!

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Bericht von Daniel's Welt.